Das Geheimnis der Zeit

 

Wer hat die Zeit erfunden?  Nicht die Schweizer, so viel steht fest. Messen können wir die Zeit so präzise wie wenig anderes, der Versuch, ihr eigentliches Wesen zu erfassen, lässt uns jedoch an unsere Grenzen stoßen. Ist Zeit überhaupt eine feste Größe oder doch nur ein menschliches Konstrukt? Und: warum empfinden wir sie immer mehr als ein knappes Gut? 

 

"Die Zeit kommt aus der Zukunft, die nicht existiert, in die Gegenwart, die keine Dauer hat und geht in die Vergangenheit, die aufgehört hat, zu bestehen." So räsonierte schon Augustinus im 4. Jahrhundert über die Frage nach der Herkunft der Zeit. Die Beschäftigung des Menschen mit diesem Thema hat eine lange Traditionen zahlreiche Forschungsprojekte zeigen, dass es bis heute nicht an Aktualität verloren hat... (erschienen in der RNZ)

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Jetzt mal bildlich gesprochen

 

Lesen Sie gerne Protokolle von Konferenzen? Nein? Es ist kein Geheimnis: Niemand liest gerne Spiegelstrich-Sätze in Stakkato-Deutsch. Die Heidelbergerin Sandra Schulze hat dagegen ein Rezept: Die Kommunikations-designerin zeichnet Protokolle. Graphic Recording heißt die Technik, die sich allmählich auch in Deutschland durchsetzt: Schulze zählt bereits die SAP,die Bahn und Bilfinger zu ihren Kunden.

 

Dass Zeichnen und Denken in intensiver Beziehung zueinander stehen, ist schon lange bekannt. Bereits Leonardo da Vinci hat die Zeichnung ein geistiges Werkzeug genannt, mit dem die Welt zu erkennen und zu erklären ist. Dies ist im Grunde auch der Ansatz der sogenannten Visualisierungstechniken, zu denen das Graphic Recording gehört. Mit ihrer Hilfe sucht man in einer Zeit, in der Prozesse und Strukturen äußerst komplex geworden sind, nach Lösungen, um vielschichtige Sachverhalte klarer zu zeigen und Kommunikation zu entschleunigen... (erschienen in der RNZ)

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Das Leben der Anderen 

Laut einer aktuellen Studie ist unsere Aufmerksamkeitsspanne mittlerweile geringer als die eines Goldfischs. Das klingt irgendwie unerfreulich. Was die digitale Kommunikation damit zu tun hat, warum soziale Netzwerke unglücklich machen können und ob man Facebook wirklich liken sollte: Unsere Autorin Cordula Meffert hat sich im Netz umgeschaut.

 

Ein paar Minuten Zeit bleiben noch, also schnell einen Blick in den Facebook Account geworfen. Daniela feiert mit den Mädels das Amsterdamer Nachtleben, Jürgen eröffnet seine Ausstellung in einer hippen Berliner Galerie und Stefan postet ein Foto des Burgers, den er gerade auf Hawaii verspeist. Und wir? Hatten vielleicht eben noch Stress mit Freund/Ehefrau/Haustier, müssen zum Zahnarzt/Finanzamt/Chef, versuchen also kurz gesagt, unseren Alltag zu bewältigen. Klar, dass wir uns angesichts der vermeintlich so viel spannenderen Lebensentwürfe unserer Facebook-Freunde zu kurz gekommen fühlen. Wir übersehen dabei jedoch schnell, dass wir unseren ungeschönten Alltag mit den Highlights anderer vergleichen, unser Innen mit ihrem Außen und dabei digitale Scheinwelten mit der Realität verwechseln... (erschienen in der RNZ)

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Kunst per Telefon 

 

Angefangen hat alles am 09. Januar 2007. An diesem Tag nämlich hat Steve Jobs  das erste Smartphone vorgestellt. Was folgte ist bekannt: das Gerät wurde schnell zum Massenartikel - laut Statistik besitzt mittlerweile ein Drittel der Weltbevölkerung ein Smartphone. Und es ist, ob man das nun gut findet oder nicht, aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken. Telefonie ist in den Diskussionen um Smartphones meist gar nicht mehr das Hauptthema  - vielmehr beschäftigen Öffentlichkeit und Fachkreise die mittlerweile technisch bestens ausgerüsteten Kameras, die Smartphones auch - oder vor allem? - sind. 

 

Grund genug für die Deutsche Gesellschaft für Photographie, sich in einer ersten interdisziplinären Tagung mit dem Thema Smartphone-Fotografie auseinanderzusetzen. Wissenschaftler, Fotografen und Künstler teilten Anfang November in Mannheim ihre Erfahrungen, Erkenntnisse und Fragestellungen zur "Wucht des Wandels". Die Formulierung ist angesichts der Zahlen sicherlich nicht übertrieben: im Jahr 2015 wurden 3,2 Milliarden Fotos pro Tag allein auf Facebook und den zum Unternehmen gehörenden Anwendungen wie z.B. Whatsapp geteilt -Tendenz steigend. ...(erschienen in der RNZ)

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Das Wegrennen ist vorbei

 

Franziska Krusche arbeitet als Yogalehrerin und Coach, wohnt seit zwei Jahren in Indien und hat mit 26 schon mehr erlebt als manch anderer in der doppelten Zeit. Vielleicht wirkt sie auch deshalb gelassen, alterslos und fast ein bisschen weise. Aufgewachsen in Sandhausen hat Franziska die halbe Welt bereist bis sie erkannte, dass sie immer mehr auf der Flucht als nur unterwegs war. Wie ihr Yoga half, gesund zu werden, warum sie in Bangalore eine Heimat gefunden hat und was sie motiviert, ihre Erfahrungen weiterzugeben erzählt sie mir beim Deutschlandbesuch in einem Heidelberger Café. 

 

Franziska - was war deine Motivation, dich intensiv mit Yoga und dadurch auch mit Indien zu befassen? 

Meine Essstörung unter der ich gelitten habe, seitdem ich 11 Jahre alt war. Ich war lange überzeugt, alleine     damit fertig werden zu können - selbst dann noch, als sich die Krankheit mit den Jahren verschlimmerte. Nach dem Abitur ging ich für einige Monate ins Ausland - dort ging es mir sofort besser. Daher dachte ich, unterwegs zu sein wäre die Lösung. ...(erschienen in der RNZ)

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